Kühne Träume..

Ich kann noch keinen ausführlichen Post mit Fotos machen.
Aber ich wollte der Welt schonmal mitteilen, dass ich am Mittwochabend einen großen Minimalisierungsanfall hatte und nun ein leeres Regal bei mir im Keller steht.

In den letzten Tagen hat sich immer mehr der Wunsch herauskristallisiert, statt reiner Aufbewahrungsfläche Wohlfühlfläche zu schaffen. Mein Traum ist es, in meiner Zimmerecke noch mehr Platz freizumachen und einen gemütlichen Lesesessel anzuschaffen. Auch für Besuch ist das eine schöne Sitzgelegenheit.

Es ist so befreiend und augenöffnend, nochmal so einen großen Schritt zu tun. Gegenstände bedeuten mir immer weniger. Erinnerungen und Wissen sind im Kopf (oder auf der Festplatte ;) ), Bücher sind ausleihbar, Dinge sind zum Gebrauch geschaffen und in den meisten Fällen auch ersetzlich.

Wenn ich mal ins Ausland gehe und meine Wohnung hier untervermiete, wünsche ich mir, nur einen Umzugskarton mit persönlichen Dingen vollzupacken und in den Keller zu stellen, einmal durchputzen und fertig!

Mal sehen wie es weiter geht. Fotos folgen :) Ich bin auf jeden Fall motiviert und stolz auf mich, weil ich meinem Traum vom Minimalismus ein Stück näher gekommen bin.

Was ich nicht brauche #3

Wow, es ist verrückt, wie man doch immer aufs Neue Dinge zum aussortieren findet. Nach Was ich nicht brauche #1 und Was ich nicht brauche #2 folgt hier also die 3. Episode.

  • ein Scrabble Spiel (was nie jemand mit mir spielt :( ) wird dem Lieblingscafé gespendet
  • Lautsprecherboxen (Party ist in meiner Wohnung unmöglich, Laptop ist laut genug)
  • eine sternförmige Backform (leider nie benutzt)
  • 1 Handcreme, 1 Bodylotion, 1 Duschgel (geschenkt bekommen)
  • 3 Lippenstifte, die ich in den letzten 8 Monaten nicht getragen habe, außerdem uralt (nicht mehr so hygienisch)
  • 3 Koch/Backbücher
  • 6 Bücher und 3 DVDs (habe gar kein CD-Laufwerk mehr)
  • 1 großer Ordner, zahlreiche Heftstreifen und 2 Post-It-Blöcke werden dem Büro gespendet
  • 2 Eierbecher und 2 Frühstücksbrettchen (habe 4, das reicht)
  • Reader/Skripte von Seminaren (wichtiges abfotographiert, Rest Papiermüll), kann man alles im Bedarfsfall in der Bibliothek nachrecherchieren
  • abgelaufene Medikamente, Salbe und Nasenspray
  • Briefkorb-Ablage-Dings, welches mich dazu einlädt, wahllos Papierkram aufzustapeln.
  • zahlreiche Postkarten und Geburtstagskarten abfotographiert und Papier weggetan
  • 1 Kerzenhalter. Mein 3er-Leuchter ist mir genug, der einzelne nervt eigentlich nur.
  • 2 Handtaschen
  • ca 5 Paar Modeschmuck-Ohrringe und 4 Ohrpiercings, die ich alle nicht mehr trage
  • Set Filzstifte
  • Das Kölner Branchenbuch – genau wie das Telefonbuch: nie reingeguckt!
  • Knoblauchpresse und Dosenöffner

Geschenke aussortieren – eine moralische Unterstützung

Jeder bekommt ab und zu Geschenke, die so gar nicht den persönlichen Geschmack treffen oder nicht gebraucht werden können. Während solche Gegenstände normalerweise längst aussortiert wären, schrecken viele Menschen jedoch zurück, wenn es sich dabei um eine Geschenkgabe handelt. Es gilt in unserer Kultur als unhöflich ein Geschenk abzulehnen, es weiterzugeben oder auf andere Weise loszuwerden. Man befürchtet, vom Schenker darauf angesprochen zu werden, dass es fehlt.

Wenn es aber wirklich keinen Grund dafür gibt, den Gegenstand zu behalten, dann sollte diese Angst einen nicht zurückhalten.

Leider weiß ich nicht mehr, wo ich es zuerst gelesen habe, aber mich hat diese Argumentation sehr überzeugt:

Das Geschenk hatte den Sinn, im Moment des Schenkens Freude zu bereiten. Tut es das nicht mehr, dann hat es seine Aufgabe in der Vergangenheit erfüllt, aber sollte nun für die kommende Zeit einen neuen Besitzer finden, dem es Freude spendet. Der Schenker wollte mit Sicherheit nicht, dass sein Geschenk bei dir ein unangenehmes Pflichtgefühl, eine Belastung auslöst. Er wollte sicher nicht, dass der Gegenstand in deinem Zuhause einstaubt und Platz wegnimmt und nur der Höflichkeit halber behalten wird. Er möchte doch auch, dass du glücklich bist und hat diesmal eben danebengegriffen.

Und übrigens: Den Leuten fällt es generell nicht auf, dass ihr Geschenk nicht mehr da ist. Es könnte ja auch irgendwo verstaut sein. Und selbst wenn sie fragen – dann muss man eben einmal mutig sein und schonend formulieren, dass man sich sehr über die Geste gefreut hat, den Inhalt jedoch nicht braucht und jemand anderem damit eher geholfen wäre. So vermeidet man es auch, in Zukunft weitere ’schlechte‘ Geschenke zu bekommen.

Wenn man etwas gerne in Erinnerung behalten möchte, aber das Geschenk selbst nicht gebrauchen kann und nicht haben will, kann man z.B. auch ein Foto davon machen, manchen Leuten hilft das, weil es sich genau so anfühlt, als würde man es noch ‚haben‘, nur ohne den materiellen Ballast.

Ziele ab Juli 2016:

Heute möchte ich einige Ziele festhalten, um sie nicht aus den Augen zu verlieren:

❒ eine passende kleine Baumwolltasche kaufen, sie mit meinem Textilmarker schön gestalten und zukünftig als Brot-Tasche zum Bäcker mitnehmen

❒ lose Kräuter kaufen, um selbst Arznei-Tee-Mischungen zusammenzustellen (ich kaufe z.B. immer gern den Anti-Stress-Tee oder den Magen-Darm-Tee von Bad Heilbrunner)

❒ mein Fahrrad endlich reparieren lassen,
✓ ein gescheites Schloss
❒ und einen Regenschutz für den Sattel kaufen

✓ 1 T-Shirt und 1 Rock reparieren

✓ Stiefeletten zum Schuster bringen (Absatz komplett abgelaufen)

❒ mir die Zeit nehmen, mein Aquarellbild von März fertigzumalen

✓ mir die Zeit nehmen, mein Lieblingsessen zu kochen

❒ einen Brief beantworten, den ich vor über einem Monat empfing (hat sich erledigt)

✓ weniger auf Social Media aktiv sein (facebook gelöscht, YES)

✓ Essen von zuhause mitnehmen, wenn ich zur Arbeit gehe

✓ mir die Zeit nehmen, einen Kuchen zu backen

❒ nochmal Haarwäsche mit Natron ausprobieren und Haarwaschrythmus verlängern

❒ Rückenübungen machen

✓ nochmal Sachen durchgehen, ob etwas aussortiert werden kann

Update, 21.09.: Bisher noch nicht alles umgesetzt, aber nicht vergessen ;)

Update, 16.10.: noch immer dran..

Verschenken-Kiste rausgestellt

  • eine Wärmflasche in einer Kuscheltier-Hülle
  • 2x grüne Innen-Lichterkette
  • seltsames Küchengerät, das meine Mutter mir ungefragt geschickt hatte (es war wirklich sinnfrei).
  • Bilderrahmen
  • Herr der Ringe Teil 3 DVD
  • Sims 3 PC-Spiel
  • Die Siedler III PC-Spiel

 

To-Do:

  • endlich die vorläufig letzte Tüte zum 2nd Hand-Laden bringen ;)
  • meine E-Gitarre aus meiner alten WG abholen.
  • endlich Fotos von meiner neuen Wohnung machen und auf den Laptop kriegen.

Umzug in Sicht!

Mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit werde ich zum 1. Mai umziehen. Heute Abend bekomme ich den Mietvertrag per Email zum durchlesen und am Wochenende will der zukünftige Vermieter sich mit mir zur Unterschrift treffen. Yey ;) Die Wohnungssuche in der Stadt met K war auch hart genug…

Und wisst ihr worauf ich mich am meisten freue? Eine eigene Wohnung so richtig dauerhaft gestalten und einrichten (meine 1. eigene Wohnung hatte einen befristeten Mietvertrag und war möbliert). Ich will aber höchstens 2 neue Möbelstücke kaufen. Und ganz viele Pflanzen. Und eventuell mal farbig streichen.

Ich bin unglaublich gespannt darauf, wie viele Sachen mit mir umziehen werden und ob man dann in der neuen Wohnung schon eine gewisse Veränderung bemerken wird. Natürlich werde ich ausführlich dokumentieren, da dieses Mal kein Zeitdruck bezüglich des Umzugs herrscht und ich das alles ganz in Ruhe, bequem und bedächtig machen werde, damit ich danach auch zufrieden und entspannt bin. Ein Faktor, der zu dieser Entspannung eindeutig beitragen wird, ist die Lage der Wohnung im 1. Stock, bzw. 5 Treppenstufen über dem Bodenlevel ;)

 

Heute kommt tatsächlich jemand, um meinen australischen Akubra Hut anzuprobieren und ihn gegebenenfalls zu kaufen – herrlicher Start in den Sonntag, nicht wahr? Auf Ebay Kleinanzeigen und Kleiderkreisel lief es diesen Monat gut: 2 Kleider, 1 Oberteil, 1 Australienflagge verkauft. Jetzt ist nur noch der Hut und der PC da.

Paradox des Minimalismus

Wenn man sich im Internet mit dem Thema Minimalismus beschäftigt, wird man früher oder später auf eine gern angesprochene Paradoxie stoßen:

Ziel des Minimalismus ist es, sich nicht mehr über Dinge zu definieren und seine Zeit mit Dingen zu verschwenden, sondern sich auf Wichtigeres zu konzentrieren. Im Zuge des Minimalismus aber beschäftigt man sich intensiv mit Dingen und achtet mehr auf diese als vorher.

Eine Paradoxie liegt vor, wenn die Bedingungen der Möglichkeit einer Operation zugleich die Bedingungen ihrer Unmöglichkeit darstellen. Ergo: Paradox des Minimalismus.

Ich finde, dass das stimmt. Selbst wenn man eines Tages fertig ist mit minimalisieren, hat man ein ganz anderes Verhältnis zu Gegenständen angenommen und betrachtet und benutzt diese mit mehr Aufmerksamkeit als vorher, als man viele Güter als Wegwerfprodukte behandelte und immer mehr konsumierte.

Aber ich finde das sehr gut so. Es ist nicht mein Ziel, mich komplett zu vergeistigen und nur noch in einer Ideenwelt zu leben. Ich möchte die Dinge, welche ich besitze, auch aktiv wahrnehmen, bewusst nutzen und sie wertschätzen. Ich möchte den Konsum von unnötigen Produkten stoppen und die Müllproduktion drastisch reduzieren. Natürlich erreiche ich das nur, wenn ich mich intensiv mit materiellen Gegenständen auseinandersetze.

Trotzdem entsteht dabei nach den ersten paar Grob-Durchgängen des Ausmistens ein Mehr an Zeit, denn man ist nicht mehr damit beschäftigt, unzählige Besitztümer zu verwalten, zu organisieren, zu kaufen oder wieder loszuwerden.

 

Microfasertücher statt Wattepads

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Im dm hatte ich vor 2 Wochen bereits 2 Microfasertücher gekauft. Diese waren jedoch etwas zu groß, um sie für die Gesichtsreinigung praktisch einzuteilen und zwei sind auch entschieden zu wenig, um Wattepads wirklich zu ersetzen.

Deshalb habe ich mir auf Amazon die „Cheeky Wipes“ bestellt, welche in einem Set von 25 Stück in süßen Farbtönen verkauft werden und eigentlich dazu vermarktet werden, um Babys den Hintern abzuwischen ;) Aber als was etwas verkauft wird war mir eigentlich schon immer recht egal. Die Microfasertücher von dm sind auch eigentlich zum Putzen gedacht.

Nunja, jedenfalls handhabe ich das so, dass ich das Tuch an einer Ecke mit Wasser befeuchte und etwas Jojobaöl darauf tropfe – damit schminke ich dann meine Augen ab. Dann wasche ich mein Gesicht mit Seife und trage abschließend ein Gesichtswasser von Paulas Choice mit dem Microfasertuch auf, dazu verwende ich dann quasi den Rest des Lappens.

Bisher bin ich sehr zufrieden damit und komme immerhin 25 Tage damit durch, bevor ich waschen muss. Da ich aber sowieso mindestens 2x im Monat (eher 3x) 60 Grad wasche, werden mir die Tücher wohl nie ausgehen.

Für längere Urlaube ohne Waschmöglichkeit und zur Nagellackentfernung verwende ich herkömmliche Wattepads zum Wegwerfen. Aber mit den „Cheeky Wipes“ ;) habe ich nun erstmal den Müll von 2 Wattepads/Tag minimalisiert! Yey.

Kosmetik Update!

Wisst ihr was? Nachdem ich meinen letzten Blogeintrag selbst nochmal angeschaut habe, konnte ich – wie fast immer – noch eine 2. Runde aussortieren.

Heute morgen ist dann gleich mal eine kleine Box an der Straßenecke gelandet, sie ist jetzt auch schon weg:

zuverschenken

Darin: 2 (billige) Parfüms, die ich seit Monaten nicht genutzt habe, einige Sachen von den Fotos des letzten Beitrages, die ich doch abgegeben habe, statt selbst zum Verbrauch aufzuheben und 2 Sachen, die ich in dem Beitrag ganz vergessen hatte: eine LSF 20 Sonnenmilch (unter 50 benutze ich nichts) und ein Aloe Vera Gel, das zwar gut ist, aber auch nicht benutzt wird. Weg damit!

Hier also die Update Fotos:

Die verwischten Produkte sind nun also weg, da sie in der Verschenkenbox ausgesetzt wurden.

Außerdem habe ich eine Tüte Kleidung zum 2nd Hand Shop gebracht und übers Wochenende mein Abiballkleid und ein Oberteil auf Kleiderkreisel verkauft.

Yey!

Und heute vormittag habe ich zum ersten Mal im Sozialkaufhaus eingekauft statt gespendet: Undzwar 3 Kuchenteller mit Goldrand für je 50 Cent und einen Wasserkocher :) Wenn ich aus meiner WG ausziehe, werde ich das brauchen.