Bin ich fertig mit Minimalisieren?

Dass ich trotz neugewonnener Zeit nicht mehr so viele Blogeinträge schreibe, liegt vor allem daran, dass ich mit Aussortieren weitestgehend fertig bin. Man findet immer etwas, klar, aber das wird dann nebenbei erledigt. Es gibt keine Stapel, Kisten oder Schubladen mehr, die einen ganzen Nachmittag fordern.

Ich habe in den letzten zwei Monaten andere Veränderungen durchgeführt und wahrgenommen. Statt Minimalisieren habe ich mich eher mit Zero Waste, Konsum, Alltags- und Lebensgestaltung befasst.

Aus meiner Liste mit Zielen/Ideen fürs neue Jahr 2017 kann ich bereits ein Zwischenfazit ziehen:

✓ nur noch losen Tee kaufen

Korrekt! Ich schiebe es jedoch schon ewig vor mir her, meinen geliebten ‚Anti-Stress-Tee‘ von Bad Heilbrunner mit losem Tee nachzumischen ;)

✓ nur noch fairtrade Kakao- und Kaffeeprodukte kaufen

Ich bin ein riesiger Fan der Rewe Bio & Fairtrade Vollmilchschokolade geworden, sie ist wirklich supersuper lecker. Nur einmal hat es mich seit Januar nach Kinder Buenos gedürstet, da habe ich mir dann halt mal eine Packung gekauft. Jedoch muss man bedenken, dass mein Süßwarenkonsum wirklich groß ist (ernsthaft!! ich kenne niemanden, der so viel Süßes isst wie ich – und vor einigen Jahren war es bei mir noch mehr) und meine Entscheidung, nur noch Fairtrade Schokolade zu kaufen daher eine echte Veränderung macht.

✓ häufiger Sportübungen machen

Auf Youtube habe ich endlich einen Yoga-Kanal gefunden, der mir gefällt (Mady Morrison aus Berlin) und alle paar Tage meine Gliedmaßen durchzuknacken tut mir sooooo gut. Außerdem habe ich einen Salsakurs angefangen.

✓ mehr in Büchern statt im Internet lesen

Hmm, ich würde sagen, ich bin nach wie vor sehr aktiv im Internet, was ja auch nichts schlechtes ist. Seit ich kein Facebook mehr habe, ist auch eine große Unsinnsquelle gestrichen worden. Aber ich habe auch schon einpaar Bücher, Aufsätze und Zeitungen dieses Jahr gelesen – neben der Uni versteht sich.

✓ mehr spenden und evtl. für etwas engagieren

In Zeiten von Trump, AfD und einer drohenden schwarz-gelb Regierung in NRW stehe ich kurz davor, Mitglied der Linken zu werden und informiere mich fleißig. Außerdem fange ich gerade mit einigen Kommilitoninnen an, eine Kurztagung zum Thema Literatur und Medien / Literatur- und Medientheorie für das nächste Jahr zu organisieren. Auch Spenden habe ich in letzter Zeit wieder getätigt und es fühlt sich super an.

✓ evtl. einen Lesesessel kaufen

Ohja, ich habe ihn gekauft. Und noch dazu einen schönen Teppich. Seitdem ist meine Wohnung viel gemütlicher geworden und ich sitze quasi permanent hier. Der Sessel ist sicherlich auch dafür verantwortlich, dass ich wieder mehr Spaß am außeruniversitären Lesen habe.

Vorher-Nachher: neuste Minimalisierungsaktion!

Vorher:

Nachher:

Anmerkung: Es sind nicht *alle* Sachen, die vorher da standen, verschwunden! Manche wurden einfach anders verstaut ;) Dabei hat auch der hohe Küchenschrank, den ich seit 3 Monaten habe, sehr geholfen.

Wenn ich mir so die alten Bilder angucke.. wow.. es hat sich doch noch einiges getan. Zwar habe ich mich vorher auch wohlgefühlt und meine Sachen kamen mir nicht sehr viel vor, aber jetzt im Nachhinein war es ja doch noch einiges, das wegkonnte ;)

In dem Regal neben dem Schreibtisch finden nun 3 Ordner, mein Drucker, 2 große Boxen und 1 kleine Box Platz. Oben stehen meine Reclam-Hefte in Drahtkörben. Der Stapel daneben ist für meine Bachelorarbeit aus der Bibliothek entliehen und wird mich bald wieder verlassen ;) Auch auf der Fensterbank steht ein kleines Kästchen mit Büchern, das stört mich aber nicht.

ICH BIN STOLZ AUF MICH UND MEINE WOHNUNG UND DASS ICH MEINEM TRAUM VOM MINIMALISMUS NÄHER KOMME. YEAH! :)

Hier seht ihr übrigens meine Wohnungstour vom Mai 2016.

Vielleicht werde ich bald auch die restlichen Bereiche updaten, wobei sich da nicht viel verändert hat.

Kühne Träume..

Ich kann noch keinen ausführlichen Post mit Fotos machen.
Aber ich wollte der Welt schonmal mitteilen, dass ich am Mittwochabend einen großen Minimalisierungsanfall hatte und nun ein leeres Regal bei mir im Keller steht.

In den letzten Tagen hat sich immer mehr der Wunsch herauskristallisiert, statt reiner Aufbewahrungsfläche Wohlfühlfläche zu schaffen. Mein Traum ist es, in meiner Zimmerecke noch mehr Platz freizumachen und einen gemütlichen Lesesessel anzuschaffen. Auch für Besuch ist das eine schöne Sitzgelegenheit.

Es ist so befreiend und augenöffnend, nochmal so einen großen Schritt zu tun. Gegenstände bedeuten mir immer weniger. Erinnerungen und Wissen sind im Kopf (oder auf der Festplatte ;) ), Bücher sind ausleihbar, Dinge sind zum Gebrauch geschaffen und in den meisten Fällen auch ersetzlich.

Wenn ich mal ins Ausland gehe und meine Wohnung hier untervermiete, wünsche ich mir, nur einen Umzugskarton mit persönlichen Dingen vollzupacken und in den Keller zu stellen, einmal durchputzen und fertig!

Mal sehen wie es weiter geht. Fotos folgen :) Ich bin auf jeden Fall motiviert und stolz auf mich, weil ich meinem Traum vom Minimalismus ein Stück näher gekommen bin.

Was ich nicht brauche #3

Wow, es ist verrückt, wie man doch immer aufs Neue Dinge zum aussortieren findet. Nach Was ich nicht brauche #1 und Was ich nicht brauche #2 folgt hier also die 3. Episode.

  • ein Scrabble Spiel (was nie jemand mit mir spielt :( ) wird dem Lieblingscafé gespendet
  • Lautsprecherboxen (Party ist in meiner Wohnung unmöglich, Laptop ist laut genug)
  • eine sternförmige Backform (leider nie benutzt)
  • 1 Handcreme, 1 Bodylotion, 1 Duschgel (geschenkt bekommen)
  • 3 Lippenstifte, die ich in den letzten 8 Monaten nicht getragen habe, außerdem uralt (nicht mehr so hygienisch)
  • 3 Koch/Backbücher
  • 6 Bücher und 3 DVDs (habe gar kein CD-Laufwerk mehr)
  • 1 großer Ordner, zahlreiche Heftstreifen und 2 Post-It-Blöcke werden dem Büro gespendet
  • 2 Eierbecher und 2 Frühstücksbrettchen (habe 4, das reicht)
  • Reader/Skripte von Seminaren (wichtiges abfotographiert, Rest Papiermüll), kann man alles im Bedarfsfall in der Bibliothek nachrecherchieren
  • abgelaufene Medikamente, Salbe und Nasenspray
  • Briefkorb-Ablage-Dings, welches mich dazu einlädt, wahllos Papierkram aufzustapeln.
  • zahlreiche Postkarten und Geburtstagskarten abfotographiert und Papier weggetan
  • 1 Kerzenhalter. Mein 3er-Leuchter ist mir genug, der einzelne nervt eigentlich nur.
  • 2 Handtaschen
  • ca 5 Paar Modeschmuck-Ohrringe und 4 Ohrpiercings, die ich alle nicht mehr trage
  • Set Filzstifte
  • Das Kölner Branchenbuch – genau wie das Telefonbuch: nie reingeguckt!
  • Knoblauchpresse und Dosenöffner

Geschenke aussortieren – eine moralische Unterstützung

Jeder bekommt ab und zu Geschenke, die so gar nicht den persönlichen Geschmack treffen oder nicht gebraucht werden können. Während solche Gegenstände normalerweise längst aussortiert wären, schrecken viele Menschen jedoch zurück, wenn es sich dabei um eine Geschenkgabe handelt. Es gilt in unserer Kultur als unhöflich ein Geschenk abzulehnen, es weiterzugeben oder auf andere Weise loszuwerden. Man befürchtet, vom Schenker darauf angesprochen zu werden, dass es fehlt.

Wenn es aber wirklich keinen Grund dafür gibt, den Gegenstand zu behalten, dann sollte diese Angst einen nicht zurückhalten.

Leider weiß ich nicht mehr, wo ich es zuerst gelesen habe, aber mich hat diese Argumentation sehr überzeugt:

Das Geschenk hatte den Sinn, im Moment des Schenkens Freude zu bereiten. Tut es das nicht mehr, dann hat es seine Aufgabe in der Vergangenheit erfüllt, aber sollte nun für die kommende Zeit einen neuen Besitzer finden, dem es Freude spendet. Der Schenker wollte mit Sicherheit nicht, dass sein Geschenk bei dir ein unangenehmes Pflichtgefühl, eine Belastung auslöst. Er wollte sicher nicht, dass der Gegenstand in deinem Zuhause einstaubt und Platz wegnimmt und nur der Höflichkeit halber behalten wird. Er möchte doch auch, dass du glücklich bist und hat diesmal eben danebengegriffen.

Und übrigens: Den Leuten fällt es generell nicht auf, dass ihr Geschenk nicht mehr da ist. Es könnte ja auch irgendwo verstaut sein. Und selbst wenn sie fragen – dann muss man eben einmal mutig sein und schonend formulieren, dass man sich sehr über die Geste gefreut hat, den Inhalt jedoch nicht braucht und jemand anderem damit eher geholfen wäre. So vermeidet man es auch, in Zukunft weitere ’schlechte‘ Geschenke zu bekommen.

Wenn man etwas gerne in Erinnerung behalten möchte, aber das Geschenk selbst nicht gebrauchen kann und nicht haben will, kann man z.B. auch ein Foto davon machen, manchen Leuten hilft das, weil es sich genau so anfühlt, als würde man es noch ‚haben‘, nur ohne den materiellen Ballast.

Meine 1-Zimmer-Wohnung

— Dieser Beitrag wurde am 6. Dezember 2016 aktualisiert. Die Fotos der Regale wurden ausgetauscht, da sich in diesem Bereich etwas verändert hat. Alles andere ist so geblieben. —

Ich lebe auf ca. 22qm, weil man sich mehr in meiner Stadt nicht leisten kann. Zu 5 Bonus-Quadratmetern oder einem Balkon würde keinesfalls Nein sagen. Man kann aber auch auf diesen 22qm gut leben.

Meine Wohnung besteht aus einem winzigen Eingangsflur mit der Tür zum Badezimmer nach rechts und einem sehr großen Wandschrank nach links. Dann kommt man in den Hauptraum, in welchem ich esse, schlafe, arbeite, rumhänge, lebe.

Ich habe 4 Geschirrhandtücher, einige Schwämme, 2 Putzlappen.
Kochen: 1 Pfanne, 2 Töpfe, 1 Soßentopf, 1 Nudelsieb.
Geschirr: 5 flache große Teller, 3 flache kleine Teller, 8 große tiefe Teller. 3 kleine Trinkgläser, 7 Tassen, 4 Weingläser, 2 Suppenschalen, 6 Müslischalen*.
Geräte: Eierkocher, Handrührer, Waffeleisen.
Außerdem: Backformen, 2 Teigschüsseln, 1 Waage, 1 Zitronenpresse.

*könnte etwas minimalisiert werden.

Die Kochecke sieht leider etwas unruhig aus. Aber wo gehobelt wird fallen Spähne.

Vorher (Mai 16):

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Überblick

Nachher (Nov 16):

Der hohe weiße Schrank beinhaltet alle Lebensmittel, Backformen und unten Müll. Die 2 weißen Rollcontainer sind mit Gewürzen, Papier, Uni-Sachen, Elektrozeug und einigem Papierkram gefüllt.

Das kleine Regal neben dem Schreibtisch stellt meinen gesamten Privatbesitz dar, also Bücher, Ordner mit Unisachen, eine Erinnerungsbox und wichtige Dokumente. In 2 Boxen sind u.a. aber auch nützliche Dinge wie Klebeband, Fusselrasierer, Wollfaden, aber auch Geschenkpapier, das auf seinen 2. Einsatz wartet.

Im geräumigen Wandschrank befinden sich Wäschekörbe, Bügelbrett, Schuhe, Taschen, Unterwäsche, Socken und einpaar dickere Pullover. Auch eine große Tüte für den 2nd Hand Laden* steht bereit.
Das obere Fach des Wandschranks, das man auf dem 1. Bild erahnen kann, habe ich nicht fotografiert, weil ich dort gar nicht hinkomme. Da ist ein großer Koffer, Streichzeug von meiner Nachbarin*, ein Hocker von meiner Tante* und 2 Gitarren drin.

Das Bild im Schrank aufzuhängen halte ich für eine geniale Idee meinerseits, da ich mich jedes Mal freue, es beim Türöffnen zu erblicken und es etwas Licht und Farbe rein bringt :) Außerdem passt die quadratische Form zu den Abmessungen der Regalfächer.

*Diese Dinge müssen weggebracht werden ;)

Schließlich mein Schlafbereich: in den Schubladen des Bettes sind Schlafanzüge, Bettwäsche und Handtücher, im oberen Bereich liegen auch Taschentücher, Bücher und mein 5-Minute-Journal mit Stift bereit. Auf dem eigentlichen Nachttisch steht eigentlich nur der Wecker (und natürlich die Kerze und der Bilderrahmen mit Edelsteinen als Deko). In den Schubladen des Nachtschränkchens finden sich Schuhcreme, ein Bügeleisen, ein Paar Lautsprecherboxen, Fusselrolle und noch mehr Bücher und Taschentücher.

Übers Bett soll natürlich noch ein schickes Bild gehängt werden! Ich weiß nur noch nicht welches.

Am Fußende ist die Kleiderstange mit allen meinen Klamotten außer den dicken Pullovern und Jacken, welche im Wandschrank aufbewahrt werden. Daneben ein kleines Schminkregal, wo auch Medikamente, Schmuck, Parfüm und Kulturbeutel ihren Platz haben.

Das Badezimmer ist recht unspektakulär. Neben der Dusche wird noch Shampoo, Duschgel und Rasierer gelagert. Die täglichen Pflegeartikel sind am Waschbecken.

Schließlich mein kleiner Kräutergarten auf der Außenfensterbank (Basilikum, Estragon, Minze und Salbei), auf den ich recht stolz bin ;) Nur dem Basilikum ist es momentan etwas zu kalt.

Die Wohnung hat zwischen 22-24qm und wie man sieht, kriegt man einiges unter – wenn man wollte, sicher noch mehr. Aber ich strebe ja nach weniger ;)

Erstmal möchte ich nun wieder einpaar Sachen loswerden, die sich hier eingelagert haben, aber nicht mir gehören.

Habt ihr noch Tipps? Was könnte man noch minimalisieren?

Wenn ich im Internet Fotos von den Wohnungen von Minimalisten oder solchen, die es werden wollen, sehe, dann ist das immer sehr frustrierend. Aber die meisten leben ja auch auf über 40qm (sowas kann ich mir gar nicht für eine Person vorstellen) und dass es dann leerer aussieht, sobald man einwenig aussortiert, ist ja klar. Was meint ihr dazu?

Verschenken-Kiste rausgestellt

  • eine Wärmflasche in einer Kuscheltier-Hülle
  • 2x grüne Innen-Lichterkette
  • seltsames Küchengerät, das meine Mutter mir ungefragt geschickt hatte (es war wirklich sinnfrei).
  • Bilderrahmen
  • Herr der Ringe Teil 3 DVD
  • Sims 3 PC-Spiel
  • Die Siedler III PC-Spiel

 

To-Do:

  • endlich die vorläufig letzte Tüte zum 2nd Hand-Laden bringen ;)
  • meine E-Gitarre aus meiner alten WG abholen.
  • endlich Fotos von meiner neuen Wohnung machen und auf den Laptop kriegen.

Minimalisieren stagniert – dafür mehr umweltfreundliche Ideen

In letzter Zeit tue ich mich sehr schwer mit dem minimalisieren. Es scheint, als hätte jeder Gegenstand, den ich besitze, eine ziemlich gute Daseinsberechtigung. Eine kleine Tüte für den 2nd Hand Laden wartet noch auf die Auslieferung, einpaar CDs/DVDs sind aus dem Regal genommen worden, da ich einen Laptop ohne Laufwerk besitze, aber ansonsten…

Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, habe ich eher gekauft als aussortiert in den letzten 2 Wochen. Bis auf eine Auflaufform und einen Pürierstab habe ich nun alles, das noch gewünscht war.

Küchenutensilien: nichts minimalisierbar.
Kleidung: vorläufig nicht (muss einige Stücke ‚testen‘ und dann entscheiden)
Schuhe: 1 Paar minimalisierbar.
Make-Up: einiges wird aufgebraucht, aber nichts soll sofort weg.
Gitarren: kann ich nicht über mich bringen..
Bücher: lieber auch erstmal behalten (ist eh nur eine Abteilung im kleinen Billyregal, schätzungsweise 40-50 Stück insgesamt).
Persönliche Erinnerungen: da könnte noch was gehen..
Uni-Sachen: einige Mitschriften können eingescannt und das Papier weggeworfen werden
Krams: Lichterketten können verschenkt werden und im Winter durch 1 weiße ersetzt werden.

Da ich also an der Minimalismusfront momentan nicht weiterkomme – oder sogar ein vorläufiges Ende erreicht habe* – beschäftige ich mich umso mehr, mit der Frage, wie ich mein Alltagsleben und mein Konsumverhalten noch etwas besser für die Welt gestalten kann.

*Obwohl ich das nicht glaube, weil meine Wohnung alles andere als minimalistisch aussieht und der Umzug mir auch nicht sehr minimalistisch an zu tragenden Objekten vorkam…

Ich habe mir einpaar Ziele gesetzt:

Essen:

  • Auf dem Wochenmarkt regionales und saisonales Gemüse einkaufen (selbstverständlich unverpackt)
  • allgemein: mehr Obst und Gemüse essen! (ein ewiger struggle bei mir)
  • nur noch losen Tee trinken (Ausnahme bilden mein geliebter Anti-Stress-Tee und Magen-Tee von Bad Heilbrunner ;) ansonsten bereits umgesetzt)
  • Fairtrade-Kaffee kaufen (bereits 1x geschehen)

Putzen:

  • auf Küchenpapier (‚Zewa‘) verzichten (bisher reichen Lappen/Schwamm)
  • auf umweltfreundlichere Reinigungsmittel zurückgreifen (Essig)

Wäsche:

  • bei niedrigeren Temperaturen waschen – statt 60 und 40 Grad mal ausprobieren, 40 Grad für Unterwäsche, Handtücher etc. zu nutzen und T-Shirts und Jeans, sofern nicht stark verschmutzt, vielleicht sogar mal kalt waschen?? Soll wohl auch besser für die Textilien sein.

[Ich weiß aber noch nicht, wie ich mit dem Hygiene-Faktor klarkomme. Da muss ich noch mehr recherchieren. Ich spiele außerdem mit dem Gedanken, solche Textilien ein mal richtig auszukochen – eine Grundreinigung quasi – und dann nach der sicheren Abtötung aller Viren und Bakterien kältere Waschtemperaturen zur Gewohnheit zu machen. Eine Bekannte hatte mir neulich sehr überzeugend davon erzählt, dass sie 1x im Jahr (oder nach Grippe z.B.) ihre Handtücher auskocht und sie davon frischer und weicher werden.]

  • Handtücher nicht mehr so häufig in die Wäsche stecken. Man benutzt sie ja, wenn man sauber ist – wieso sollten sie also dauernd gewaschen werden müssen?

Müll:

  • weiterhin darauf achten, wenig unnötige Verpackungen zu kaufen/mitzunehmen und möglichst wenig Plastikmüll produzieren!

 

Umzug in Sicht!

Mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit werde ich zum 1. Mai umziehen. Heute Abend bekomme ich den Mietvertrag per Email zum durchlesen und am Wochenende will der zukünftige Vermieter sich mit mir zur Unterschrift treffen. Yey ;) Die Wohnungssuche in der Stadt met K war auch hart genug…

Und wisst ihr worauf ich mich am meisten freue? Eine eigene Wohnung so richtig dauerhaft gestalten und einrichten (meine 1. eigene Wohnung hatte einen befristeten Mietvertrag und war möbliert). Ich will aber höchstens 2 neue Möbelstücke kaufen. Und ganz viele Pflanzen. Und eventuell mal farbig streichen.

Ich bin unglaublich gespannt darauf, wie viele Sachen mit mir umziehen werden und ob man dann in der neuen Wohnung schon eine gewisse Veränderung bemerken wird. Natürlich werde ich ausführlich dokumentieren, da dieses Mal kein Zeitdruck bezüglich des Umzugs herrscht und ich das alles ganz in Ruhe, bequem und bedächtig machen werde, damit ich danach auch zufrieden und entspannt bin. Ein Faktor, der zu dieser Entspannung eindeutig beitragen wird, ist die Lage der Wohnung im 1. Stock, bzw. 5 Treppenstufen über dem Bodenlevel ;)

 

Heute kommt tatsächlich jemand, um meinen australischen Akubra Hut anzuprobieren und ihn gegebenenfalls zu kaufen – herrlicher Start in den Sonntag, nicht wahr? Auf Ebay Kleinanzeigen und Kleiderkreisel lief es diesen Monat gut: 2 Kleider, 1 Oberteil, 1 Australienflagge verkauft. Jetzt ist nur noch der Hut und der PC da.

Paradox des Minimalismus

Wenn man sich im Internet mit dem Thema Minimalismus beschäftigt, wird man früher oder später auf eine gern angesprochene Paradoxie stoßen:

Ziel des Minimalismus ist es, sich nicht mehr über Dinge zu definieren und seine Zeit mit Dingen zu verschwenden, sondern sich auf Wichtigeres zu konzentrieren. Im Zuge des Minimalismus aber beschäftigt man sich intensiv mit Dingen und achtet mehr auf diese als vorher.

Eine Paradoxie liegt vor, wenn die Bedingungen der Möglichkeit einer Operation zugleich die Bedingungen ihrer Unmöglichkeit darstellen. Ergo: Paradox des Minimalismus.

Ich finde, dass das stimmt. Selbst wenn man eines Tages fertig ist mit minimalisieren, hat man ein ganz anderes Verhältnis zu Gegenständen angenommen und betrachtet und benutzt diese mit mehr Aufmerksamkeit als vorher, als man viele Güter als Wegwerfprodukte behandelte und immer mehr konsumierte.

Aber ich finde das sehr gut so. Es ist nicht mein Ziel, mich komplett zu vergeistigen und nur noch in einer Ideenwelt zu leben. Ich möchte die Dinge, welche ich besitze, auch aktiv wahrnehmen, bewusst nutzen und sie wertschätzen. Ich möchte den Konsum von unnötigen Produkten stoppen und die Müllproduktion drastisch reduzieren. Natürlich erreiche ich das nur, wenn ich mich intensiv mit materiellen Gegenständen auseinandersetze.

Trotzdem entsteht dabei nach den ersten paar Grob-Durchgängen des Ausmistens ein Mehr an Zeit, denn man ist nicht mehr damit beschäftigt, unzählige Besitztümer zu verwalten, zu organisieren, zu kaufen oder wieder loszuwerden.