Make Chocolate Fair

Gerade jetzt in der Weihnachtszeit sind die Supermärkte von billiger Schokolade überschwemmt. Haltet die Augen offen für Fair-Trade Alternativen :)

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Hast Du es schon gehört? Die Nikolos streiken, denn sie wollen nicht länger Schokolade aus Kinderarbeit an Kinder verteilen! Nikolo Streik – Make Chocolate Fair! Die Südwind AktivistInnen haben sich Anfang Dezember auf der Wiener Mariahilferstraße für eine Protestaktion unter dem Titel “Nikolos setzen sich zur Wehr, wollen ihre Schokolade fair!” den Raum genommen, um […]

über Videotipp am Montag #31 — widerstandistzweckmaessig

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Kleidung einkaufen

Heute war ich in der Einkaufsstraße, um ein Geburtstagsgeschenk für meine Tante zu kaufen. Zielstrebig ging ich an all den vielen Läden vorbei und kaufte nur das, was ich mir vorgenommen hatte. Mittlerweile weiß ich ziemlich genau, was ich brauche und woher ich es hole. Trotzdem stöberte ich auf dem Rückweg durch ZARA, auf der Suche nach einem camelfarbenen Mantel. Es gibt hin und wieder doch Dinge, die mir nicht aus dem Kopf gehen. Vor allem schöne Farben sehe ich dann überall und bin sehr versucht, mir die Kleidungsstücke genauer anzusehen.

Die Mäntel bei ZARA waren jedoch enttäuschend. Schlechtes Material, dünner Stoff, schlampige Nähte, die Taschen mit 4 lockeren Fäden an den Innenstoff der Jacke genäht – 90€ – ist das deren Ernst? Ich wünschte, ich hätte ein Foto von diesen Taschen gemacht, aber ihr könnt euch ja in eurer nächsten Filiale davon überzeugen. Wenn ich dann noch daran denke, dass arme Menschen diese Kleidung unter schrecklichen Bedingungen genäht haben, habe ich wirklich keine Lust mehr, mir einen neuen Mantel zu kaufen. Natürlich besitze ich ja auch schon einen dünnen und einen dicken Mantel. Was soll ich da noch  brauchen? Naja, schöne Farben halt ;)

Sehr enttäuscht ging ich also wieder heraus. In die anderen Geschäfte wollte ich dann wirklich nicht mehr gehen. Weil ich aber trotzdem Lust hatte, etwas nach Klamotten zu suchen, ging ich zu einem großen Secondhandladen in der Nähe. Dort habe ich mir lange alles angeschaut und Sachen anprobiert. Schließlich habe ich mir ein gutes Paar Lederhandschuhe und eine Weste gekauft. Beides ist wie neu und gefällt mir sehr gut; richtige Handschuhe will ich mir schon seit letztem Jahr kaufen, denn ich habe nur Strickhandschuhe, die kaum warm und nicht trocken halten.

Was ich heute gelernt habe ist also: Es ist okay, wenn man ab und zu Lust hat, sich etwas Neues zu kaufen. Aber wenn ich dieses Bedürfnis verspüre, wird mich mein Weg ab sofort zuerst in die Secondhandläden führen. Auch Kleiderkreisel nutze ich weiterhin. Und in Zukunft möchte ich auch mal fairproduzierte Kleidung wie z.B. von Armed Angels ausprobieren.

Es ist wirklich faszinierend, wie sich mein Gefühl gegenüber ‚Shopping‘ innerhalb eines Jahres verändert hat.

Weil ich aber dennoch den Eindruck habe, dass ich meinen Konsum generell noch reduzieren kann, möchte ich eine Weile lang festhalten, wie häufig ich etwas zum Anziehen kaufe und habe daher die Unterseite „Kleidung / Konsum“ erstellt, auf der ich das für mich notieren werde – ihr könnt gerne mitlesen, wenn euch das auch interessiert.

Minimalisieren stagniert – dafür mehr umweltfreundliche Ideen

In letzter Zeit tue ich mich sehr schwer mit dem minimalisieren. Es scheint, als hätte jeder Gegenstand, den ich besitze, eine ziemlich gute Daseinsberechtigung. Eine kleine Tüte für den 2nd Hand Laden wartet noch auf die Auslieferung, einpaar CDs/DVDs sind aus dem Regal genommen worden, da ich einen Laptop ohne Laufwerk besitze, aber ansonsten…

Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, habe ich eher gekauft als aussortiert in den letzten 2 Wochen. Bis auf eine Auflaufform und einen Pürierstab habe ich nun alles, das noch gewünscht war.

Küchenutensilien: nichts minimalisierbar.
Kleidung: vorläufig nicht (muss einige Stücke ‚testen‘ und dann entscheiden)
Schuhe: 1 Paar minimalisierbar.
Make-Up: einiges wird aufgebraucht, aber nichts soll sofort weg.
Gitarren: kann ich nicht über mich bringen..
Bücher: lieber auch erstmal behalten (ist eh nur eine Abteilung im kleinen Billyregal, schätzungsweise 40-50 Stück insgesamt).
Persönliche Erinnerungen: da könnte noch was gehen..
Uni-Sachen: einige Mitschriften können eingescannt und das Papier weggeworfen werden
Krams: Lichterketten können verschenkt werden und im Winter durch 1 weiße ersetzt werden.

Da ich also an der Minimalismusfront momentan nicht weiterkomme – oder sogar ein vorläufiges Ende erreicht habe* – beschäftige ich mich umso mehr, mit der Frage, wie ich mein Alltagsleben und mein Konsumverhalten noch etwas besser für die Welt gestalten kann.

*Obwohl ich das nicht glaube, weil meine Wohnung alles andere als minimalistisch aussieht und der Umzug mir auch nicht sehr minimalistisch an zu tragenden Objekten vorkam…

Ich habe mir einpaar Ziele gesetzt:

Essen:

  • Auf dem Wochenmarkt regionales und saisonales Gemüse einkaufen (selbstverständlich unverpackt)
  • allgemein: mehr Obst und Gemüse essen! (ein ewiger struggle bei mir)
  • nur noch losen Tee trinken (Ausnahme bilden mein geliebter Anti-Stress-Tee und Magen-Tee von Bad Heilbrunner ;) ansonsten bereits umgesetzt)
  • Fairtrade-Kaffee kaufen (bereits 1x geschehen)

Putzen:

  • auf Küchenpapier (‚Zewa‘) verzichten (bisher reichen Lappen/Schwamm)
  • auf umweltfreundlichere Reinigungsmittel zurückgreifen (Essig)

Wäsche:

  • bei niedrigeren Temperaturen waschen – statt 60 und 40 Grad mal ausprobieren, 40 Grad für Unterwäsche, Handtücher etc. zu nutzen und T-Shirts und Jeans, sofern nicht stark verschmutzt, vielleicht sogar mal kalt waschen?? Soll wohl auch besser für die Textilien sein.

[Ich weiß aber noch nicht, wie ich mit dem Hygiene-Faktor klarkomme. Da muss ich noch mehr recherchieren. Ich spiele außerdem mit dem Gedanken, solche Textilien ein mal richtig auszukochen – eine Grundreinigung quasi – und dann nach der sicheren Abtötung aller Viren und Bakterien kältere Waschtemperaturen zur Gewohnheit zu machen. Eine Bekannte hatte mir neulich sehr überzeugend davon erzählt, dass sie 1x im Jahr (oder nach Grippe z.B.) ihre Handtücher auskocht und sie davon frischer und weicher werden.]

  • Handtücher nicht mehr so häufig in die Wäsche stecken. Man benutzt sie ja, wenn man sauber ist – wieso sollten sie also dauernd gewaschen werden müssen?

Müll:

  • weiterhin darauf achten, wenig unnötige Verpackungen zu kaufen/mitzunehmen und möglichst wenig Plastikmüll produzieren!

 

Weniger Plastik einkaufen

Minimalismus und Umweltschutz gehen Hand in Hand.

Deshalb heute einpaar Tipps, wie man Plastik vermeiden kann:

  1. Keine Plastiktüten
    Dass man am besten mit Rucksack und/oder Baumwolltaschen einkaufen geht, ist wohl selbstverständlich. Tipp: einfach immer zusammengefaltete Beutel dabeihaben, falls man mal schnell nach der Arbeit/Uni einkaufen geht. Und in allen anderen Läden: Traut euch einfach, „Nein danke, das passt in meinen Rucksack/tue ich in meine Tasche/hab ne Tasche dabei“ zu sagen. Traut euch einfach :) ♥
    Aber die Plastiktüten, auf die ich hier hinaus will, sind jene in der Obst-und Gemüseabteilung. Hier ist es zur Gewohnheit geworden, Äpfel oder Tomaten in eine Plastiktüte zu stecken, damit sie abgewogen werden können. Aber warum eigentlich? Das Obst wäscht man ja sowieso zuhause, und für den Transportweg kann es in eine Stofftasche gesteckt oder ganz oben in den Rucksack gelegt werden. Das Abwiegen bereitet keinerlei Schwierigkeiten, auch für den Kassierer nicht. Diese Tüten sind schlicht überflüssig und im besten Fall noch als Badezimmer-Müllbeutel verwendbar. Besser ist es aber, ganz darauf zu verzichten.
    PS: Auch beim Bäcker kann man mit einer sauberen Stofftasche prima einkaufen gehen!
  2. Produkte mit weniger Verpackung
    Ich muss zugeben- mein Blick ist eher für den niedrigsten Preis pro 100g geschult als für die wenigste Verpackung. Auch auf die Herkunft und Produktionsbedingungen der Ware achte ich natürlich. Also hier eine kleine Erinnerung: einfach mal Verpackungen vergleichen!
  3. „Unverpackt“ Supermärkte
    Wohnst du in Wien, Berlin, Kiel, Heidelberg, Köln, Erfurt, Bonn, Mainz, Schwäbisch Gmünd, München oder im Voralberg? Herzlichen Glückwunsch! In deiner Stadt gibt es einen Supermarkt ganz ohne Verpackungen oder es wird einer geplant: Supermärkte ohne Verpackungen.
  4. Keine pfandfreien Einweg-Plastikflaschen
    Auch das ist wahrscheinlich ziemlich selbstverständlich.
  5. Tu, was du kannst
    Für eine Bambuszahnbürste (ja, so etwas gibt es und soll auch ganz gut sein) war ich noch nicht bereit. Aber bei dm gibt es jetzt von der dm-Eigenmarke und von der Marke aronal eine „Ökodent“-Zahnbürste, bei der man immer wieder neue Bürstenköpfe kaufen kann und so weniger Müll produziert, da man nicht alle paar Wochen eine komplette Zahnbürste wegwirft. Ökodent-Zahnbürste mit Nachfüll-Köpfen (ich benutze dieses Modell schon seit ca. einem halben Jahr und der Handgriff ist immernoch wie neu!).
    Wo kannst du noch weiter reduzieren?
  6. Keine Flüssigseife
    Steht in deinem Bad ein Plastik-Seifenspender mit Plastikseife? Und wenn der leer ist, wird ein neuer Plastik-Seifenspender gekauft? Das muss nicht sein. Wenn man unbedingt Flüssigseife möchte, könnte man sich einen beständigeren Behälter suchen und dann möglichst große Nachfülltüten kaufen. Noch besser ist natürlich ein gutes altes Seifenstück, am besten möglichst natürlich und in Pappe statt Plastik verpackt.
  7. Kosmetikprodukte ohne Silikone
    Silikone sind schlecht für das Haar, eine kurze Googlerecherche wird das bestätigen. Aber sie sind vorallem auch schlecht für die Umwelt. Wenn man gleich ganz auf Plastikshampoo in Plastikflaschen verzichten möchte, bieten sich zur Körperpflege natürliche Seifen wie z.B. die Haarseifen von Wolkenseifen an, oder z.B. die festen Shampoos von Lush (Lush ist keine Naturkosmetik, aber schon ein ganzes Stück besser als konventionelle Kosmetik!).
    Wenn man noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann man sich das Haar mit Natron waschen und Essig als Conditioner benutzen (im Internet bekannt unter dem Stichwort ‚No (Sham)poo‘; eine gute Pflegekur bieten allerlei Öle (z.B. Kokosöl).
  8. Holzbürsten- und Kämme fürs Haar
    Ist auch für die Haare besser ;)
  9. Peeling-Produkte – Achtung Mikroplastik!
    In vielen Peelingprodukten für die Haut sind winzigkleine Plastikpartikel enthalten, die die Meere verschmutzen. Sie sind so klein, dass sie nicht gefiltert werden können und werden dann von Meeres- und Strandtieren gefressen. Die meisten Produktbeschreibungen sind irreführend – selbst in dem „Seesand-Peeling“ von der Marke AOK ist Plastik! Nehmt doch lieber Zucker oder Kaffeesatz zum Abschrubben der Haut. Oder, wenn es etwas gröber sein soll, Haferflocken (die aber bitte nicht in den Abfluss spülen, sondern mit einem Sieb rausholen und in den Biomüll legen ;)).
  10. Keine „To-Go“-Becher
    Nehmt euch doch die Zeit, ein schönes Heißgetränk in der Porzellantasse zu genießen, statt mit einem heißen Pappbecher mit Plastikdeckel herumzulaufen, an dem man sich eh nur die Finger verbrennt. Oder: Habt z.B. in der Uni einen eigenen kleinen Thermosbecher dabei. Oft spart man dabei noch Geld. An meiner Uni kostet nämlich ein Mitnehm-Becher 10ct.
  11. Spüli/Waschmittel
    Die Marken Frosch und Ecover (bei dm) benutzen für Spülmittel recyceltes Plastik. Das Waschmittel von Frosch gibt es im Pappkarton. Das sind mir die paar Cent mehr wert! Übrigens: Als Weichspüler könnte man auch einfach eine Kappe Bio-Essig aus der Glasflasche benutzen, keine Sorge, der Geruch ist weg, sobald die Kleidung getrocknet ist.
  12. Habt ihr noch mehr Tipps?
    Schreibt es in die Kommentare, um die Liste zu vervollständigen :)

Geschenke – gute Geschenke.

Weihnachten steht zwar erst wieder in 11 Monaten an, aber da es auch andere Gelegenheiten zum gegenseitigen Beschenken gibt und mich dieses Weihnachtsfest zum ersten Mal richtig zum Nachdenken gebracht hat, schreibe ich nun mal einen Eintrag darüber, wie man richtig wünscht und schenkt (auch aus minimalistischer Perspektive).

Niemand mag doofe Geschenke. Sie lösen unangenehme Gefühle aus und man steckt irgendwie in einer unschönen sozialen Situation – ob als Schenker oder Empfänger. Meine Tipps für echte Freude an Geschenken:

  1. Nachfragen: Was wünschst du dir?
    Klar sind Überraschungen für die meisten Leute schön (ich persönlich hasse sie..), aber es ist auch nicht verboten, einfach mal nachzufragen, womit man dem anderen etwas Gutes tun könnte. Ich bin da ganz pragmatisch und meine Freunde danken es mir. Wenn sie mir etwas zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken möchten, dann überlege ich mir, was ich wirklich möchte/brauche und über was ich mich freue. Wenn es ist nicht zu teuer und leicht erhältlich ist, dann können meine Freunde ganz stressfrei das Geschenk besorgen und ich freue mich sehr!
  2. Ausspionieren.. oder: was bräuchte diese Person wirklich?
    Wenn man gern etwas Nützliches schenken möchte und die Möglichkeit oder den nötigen Kenntnisstand besitzt, um zu wissen, was die Person braucht – go for it! So schenkte ich beispielsweise nach einem misslungenen gemeinsamen Kuchenbacken einer Freundin eine neue Küchenwaage; eine andere beklagte sich immer wieder über ihren kaputten USB-Stick; ein Freund quält sich lange mit seinem zerschlissenen Portemonnaie herum, aus dem alles herausfällt… manchmal denkt man nicht daran, solche kaputten Dinge selbst zu ersetzen. Aber wenn man dann etwas Brauchbares geschenkt bekommt, freut man sich sehr darüber.
    Hört einfach mal aufmerksam zu und notiert euch evtl. was euer Partner oder eure besten Freunde gern mögen oder gern hätten :)
  3. Gutscheine oder Bargeld
    Klar, zum Jahrestag mit dem Partner sollte man kein Bargeld schenken. Aber für Geburtstage oder Weihnachtsgeschenke ist das keinesfalls verwerflich und lässt der beschenkten Person viel Freiheit. Wenn es doch etwas gebundener sein soll, bietet sich ein Gutschein an. Das kann ein Gutschein für den Lieblingsladen der Person sein, für ein Erlebnis (wie z.B. Thermenbesuch) – wenn man es ganz unkommerziell halten möchte, ist auch ein Gutschein für eine gemeinsame Unternehmung eine Option.
  4. Gutscheine für gemeinsame Zeit
    Die Seite Zeit-Statt-Zeug folgt diesem Prinzip. Meiner Meinung nach sollte man es etwas raffinierter angehen. Da es für mich selbstverständlich ist, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen, käme es mir seltsam vor, ihnen dies zu schenken. Wenn man sich jedoch etwas besonderes ausdenkt und die Organisation dafür übernimmt, sodass für den Beschenkten quasi ein All-Inclusive-Sorgloser-Ausflug zusammenkommt, dann ist es ein richtiger Geschenkgutschein! Beispiel: Ich hole dich ab, lade dich auf einen Thermenbesuch ein und koche uns danach ein schönes Essen.
  5. Dinge, die sich verbrauchen
    Wenn keine Wünsche geäußert werden und kein Bargeld oder Gutschein verschenkt werden soll, läuft man Gefahr, etwas falsches zu kaufen. Einige Dinge, mit denen man oft sicher fährt und die nicht herumstehen, sondern sich aufbrauchen, sind: Tee, Kerzen, Seife, ein besonderes Öl/Essig zum Kochen, selbstgemachte Marmelade, ein guter Wein/Whiskey/Sekt, Pralinen/Schokolade…