Kleidung einkaufen

Heute war ich in der Einkaufsstraße, um ein Geburtstagsgeschenk für meine Tante zu kaufen. Zielstrebig ging ich an all den vielen Läden vorbei und kaufte nur das, was ich mir vorgenommen hatte. Mittlerweile weiß ich ziemlich genau, was ich brauche und woher ich es hole. Trotzdem stöberte ich auf dem Rückweg durch ZARA, auf der Suche nach einem camelfarbenen Mantel. Es gibt hin und wieder doch Dinge, die mir nicht aus dem Kopf gehen. Vor allem schöne Farben sehe ich dann überall und bin sehr versucht, mir die Kleidungsstücke genauer anzusehen.

Die Mäntel bei ZARA waren jedoch enttäuschend. Schlechtes Material, dünner Stoff, schlampige Nähte, die Taschen mit 4 lockeren Fäden an den Innenstoff der Jacke genäht – 90€ – ist das deren Ernst? Ich wünschte, ich hätte ein Foto von diesen Taschen gemacht, aber ihr könnt euch ja in eurer nächsten Filiale davon überzeugen. Wenn ich dann noch daran denke, dass arme Menschen diese Kleidung unter schrecklichen Bedingungen genäht haben, habe ich wirklich keine Lust mehr, mir einen neuen Mantel zu kaufen. Natürlich besitze ich ja auch schon einen dünnen und einen dicken Mantel. Was soll ich da noch  brauchen? Naja, schöne Farben halt ;)

Sehr enttäuscht ging ich also wieder heraus. In die anderen Geschäfte wollte ich dann wirklich nicht mehr gehen. Weil ich aber trotzdem Lust hatte, etwas nach Klamotten zu suchen, ging ich zu einem großen Secondhandladen in der Nähe. Dort habe ich mir lange alles angeschaut und Sachen anprobiert. Schließlich habe ich mir ein gutes Paar Lederhandschuhe und eine Weste gekauft. Beides ist wie neu und gefällt mir sehr gut; richtige Handschuhe will ich mir schon seit letztem Jahr kaufen, denn ich habe nur Strickhandschuhe, die kaum warm und nicht trocken halten.

Was ich heute gelernt habe ist also: Es ist okay, wenn man ab und zu Lust hat, sich etwas Neues zu kaufen. Aber wenn ich dieses Bedürfnis verspüre, wird mich mein Weg ab sofort zuerst in die Secondhandläden führen. Auch Kleiderkreisel nutze ich weiterhin. Und in Zukunft möchte ich auch mal fairproduzierte Kleidung wie z.B. von Armed Angels ausprobieren.

Es ist wirklich faszinierend, wie sich mein Gefühl gegenüber ‚Shopping‘ innerhalb eines Jahres verändert hat.

Weil ich aber dennoch den Eindruck habe, dass ich meinen Konsum generell noch reduzieren kann, möchte ich eine Weile lang festhalten, wie häufig ich etwas zum Anziehen kaufe und habe daher die Unterseite „Kleidung / Konsum“ erstellt, auf der ich das für mich notieren werde – ihr könnt gerne mitlesen, wenn euch das auch interessiert.

Advertisements

2 Gedanken zu “Kleidung einkaufen

  1. Ach ja – da geht es mir ähnlich. Ich shoppe im Prinzip kaum noch und wenn, dann ist es inszwischen ein viel größerer & längerer Prozess bis ich ein Teil wirklich kaufe, selbst wenn mir was gefällt. Und doch überkommt es mich manchmal und ich habe Lust auf was neues. Was mir dann hilft – eins kommt, eins geht. So bleibt alles im Rahmen :)

    Gefällt mir

  2. Shopping ist so anstrengend. Mal gefällt mir die Farbe, dann aber der Stoff nicht. Wenn mir diese gefällt, ist sie mir zu weit und zu kurz. Gefällt mir ein Pulli existiert er nicht in meiner Größe. Wenn der Rock schön ist, dann die Frage welche Größe, mal ist er zu eng und mal ist er zu weit.
    Ich finde das standardisierte sehr mühsam, wenn man nicht Standard ist. Die Hose in 36 ist mir von den Beinen zu kurz.
    Deshalb könnte ich keinen kleidungskreisel gehen, da ich selber relativ wenig Kleidung habe. Aber die Idee ist super. Da Funde ich secondhand besser, weil man anfassen kann.
    Also eins kommt eins geht gefällt mir.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s