Weniger Plastik einkaufen

Minimalismus und Umweltschutz gehen Hand in Hand.

Deshalb heute einpaar Tipps, wie man Plastik vermeiden kann:

  1. Keine Plastiktüten
    Dass man am besten mit Rucksack und/oder Baumwolltaschen einkaufen geht, ist wohl selbstverständlich. Tipp: einfach immer zusammengefaltete Beutel dabeihaben, falls man mal schnell nach der Arbeit/Uni einkaufen geht. Und in allen anderen Läden: Traut euch einfach, „Nein danke, das passt in meinen Rucksack/tue ich in meine Tasche/hab ne Tasche dabei“ zu sagen. Traut euch einfach :) ♥
    Aber die Plastiktüten, auf die ich hier hinaus will, sind jene in der Obst-und Gemüseabteilung. Hier ist es zur Gewohnheit geworden, Äpfel oder Tomaten in eine Plastiktüte zu stecken, damit sie abgewogen werden können. Aber warum eigentlich? Das Obst wäscht man ja sowieso zuhause, und für den Transportweg kann es in eine Stofftasche gesteckt oder ganz oben in den Rucksack gelegt werden. Das Abwiegen bereitet keinerlei Schwierigkeiten, auch für den Kassierer nicht. Diese Tüten sind schlicht überflüssig und im besten Fall noch als Badezimmer-Müllbeutel verwendbar. Besser ist es aber, ganz darauf zu verzichten.
    PS: Auch beim Bäcker kann man mit einer sauberen Stofftasche prima einkaufen gehen!
  2. Produkte mit weniger Verpackung
    Ich muss zugeben- mein Blick ist eher für den niedrigsten Preis pro 100g geschult als für die wenigste Verpackung. Auch auf die Herkunft und Produktionsbedingungen der Ware achte ich natürlich. Also hier eine kleine Erinnerung: einfach mal Verpackungen vergleichen!
  3. „Unverpackt“ Supermärkte
    Wohnst du in Wien, Berlin, Kiel, Heidelberg, Köln, Erfurt, Bonn, Mainz, Schwäbisch Gmünd, München oder im Voralberg? Herzlichen Glückwunsch! In deiner Stadt gibt es einen Supermarkt ganz ohne Verpackungen oder es wird einer geplant: Supermärkte ohne Verpackungen.
  4. Keine pfandfreien Einweg-Plastikflaschen
    Auch das ist wahrscheinlich ziemlich selbstverständlich.
  5. Tu, was du kannst
    Für eine Bambuszahnbürste (ja, so etwas gibt es und soll auch ganz gut sein) war ich noch nicht bereit. Aber bei dm gibt es jetzt von der dm-Eigenmarke und von der Marke aronal eine „Ökodent“-Zahnbürste, bei der man immer wieder neue Bürstenköpfe kaufen kann und so weniger Müll produziert, da man nicht alle paar Wochen eine komplette Zahnbürste wegwirft. Ökodent-Zahnbürste mit Nachfüll-Köpfen (ich benutze dieses Modell schon seit ca. einem halben Jahr und der Handgriff ist immernoch wie neu!).
    Wo kannst du noch weiter reduzieren?
  6. Keine Flüssigseife
    Steht in deinem Bad ein Plastik-Seifenspender mit Plastikseife? Und wenn der leer ist, wird ein neuer Plastik-Seifenspender gekauft? Das muss nicht sein. Wenn man unbedingt Flüssigseife möchte, könnte man sich einen beständigeren Behälter suchen und dann möglichst große Nachfülltüten kaufen. Noch besser ist natürlich ein gutes altes Seifenstück, am besten möglichst natürlich und in Pappe statt Plastik verpackt.
  7. Kosmetikprodukte ohne Silikone
    Silikone sind schlecht für das Haar, eine kurze Googlerecherche wird das bestätigen. Aber sie sind vorallem auch schlecht für die Umwelt. Wenn man gleich ganz auf Plastikshampoo in Plastikflaschen verzichten möchte, bieten sich zur Körperpflege natürliche Seifen wie z.B. die Haarseifen von Wolkenseifen an, oder z.B. die festen Shampoos von Lush (Lush ist keine Naturkosmetik, aber schon ein ganzes Stück besser als konventionelle Kosmetik!).
    Wenn man noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann man sich das Haar mit Natron waschen und Essig als Conditioner benutzen (im Internet bekannt unter dem Stichwort ‚No (Sham)poo‘; eine gute Pflegekur bieten allerlei Öle (z.B. Kokosöl).
  8. Holzbürsten- und Kämme fürs Haar
    Ist auch für die Haare besser ;)
  9. Peeling-Produkte – Achtung Mikroplastik!
    In vielen Peelingprodukten für die Haut sind winzigkleine Plastikpartikel enthalten, die die Meere verschmutzen. Sie sind so klein, dass sie nicht gefiltert werden können und werden dann von Meeres- und Strandtieren gefressen. Die meisten Produktbeschreibungen sind irreführend – selbst in dem „Seesand-Peeling“ von der Marke AOK ist Plastik! Nehmt doch lieber Zucker oder Kaffeesatz zum Abschrubben der Haut. Oder, wenn es etwas gröber sein soll, Haferflocken (die aber bitte nicht in den Abfluss spülen, sondern mit einem Sieb rausholen und in den Biomüll legen ;)).
  10. Keine „To-Go“-Becher
    Nehmt euch doch die Zeit, ein schönes Heißgetränk in der Porzellantasse zu genießen, statt mit einem heißen Pappbecher mit Plastikdeckel herumzulaufen, an dem man sich eh nur die Finger verbrennt. Oder: Habt z.B. in der Uni einen eigenen kleinen Thermosbecher dabei. Oft spart man dabei noch Geld. An meiner Uni kostet nämlich ein Mitnehm-Becher 10ct.
  11. Spüli/Waschmittel
    Die Marken Frosch und Ecover (bei dm) benutzen für Spülmittel recyceltes Plastik. Das Waschmittel von Frosch gibt es im Pappkarton. Das sind mir die paar Cent mehr wert! Übrigens: Als Weichspüler könnte man auch einfach eine Kappe Bio-Essig aus der Glasflasche benutzen, keine Sorge, der Geruch ist weg, sobald die Kleidung getrocknet ist.
  12. Habt ihr noch mehr Tipps?
    Schreibt es in die Kommentare, um die Liste zu vervollständigen :)
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